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| 16 December 2003, Author: Bernd Reder, Language: German Source: http://www.cydome.de/berndreder/archives/000035.shtml Article in PDF format |
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| EU-Forschungsprojekt: Mobilkommunikation soll einfacher werden | |
| Auf den Namen Daidalos (Designing Advanced Network Interfaces for the Delivery and Administration of Location Independent Optimised Personal Services) hat die Europäische Union (EU) ein Forschungsprojekt getauft, das die mobile Kommunikation unterschiedliche Netztypen hinweg erlauben soll. Die 46 Forschungsinstitute und Firmen, die an Daidalos teilnehmen, wollen dazu eine offene Netzwerk-Architektur entwickeln. | |
| Über sie soll der User sowohl über Mobilfunknetze wie UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) als auch Wireless LANs (WLANs) auf Services zugreifen können. Eine Technik mit der Bezeichnung "Intelligent Interface Selection" nimmt dem Anwender die Bürde ab, von Hand zwischen einem WLAN, Mobilfunknetz, Kurzstrecken-Funknetzen wie Bluetooth oder anderen Verfahren umzuschalten. | |
| Ein Kommunikationsgerät, etwa ein digitaler Assistent (Personal Digital Assistant, PDA) oder ein Smartphone, erkennt automatisch, welche Verbindungstechnik sich am besten für einen Dienst eignet und wählt diese dann automatisch aus. Ein Telefongespräch beispielsweise wird über das Mobilfunknetz abgewickelt, der mobile Zugriff auf E-Mails oder das Herunterladen von Daten aus dem Firmennetz erfolgt über ein Wireless LAN, sofern sich der Nutzer in Reichweite eines solchen Funknetzes befindet. | |
| „Unsere Vision ist, unterschiedliche Netztechniken nahtlos zu integrieren“, sagt Riccardo Pascotto von der Deutschen Telekom, der Projektkoordinator von Daidalos. Bis dieser Traum Wirklichkeit wird, haben die Experten allerdings etliche Hürden zu nehmen. So ist das Handover, also das „Weiterreichen“ von Verbindungen und Services, alles andere als trivial. Das zeigen alleine die Schwierigkeiten, die bei UMTS auftraten. Bei Wechsel von einer Funkzelle in eine andere, vor allem von UMTS zum herkömmlichen GSM-Netz, brach häufig die Verbindung ab. Mittlerweile, so die Netzbetreiber und die Lieferanten von UMTS-Infrastruktur-Produkten und Handys, seien diese Kinderkrankheiten überwunden. | |
| Kommen weitere Techniken ins Spiel, wie etwa Wireless LANs, werden Dinge wie Handover, das Authentifizieren von Anwendern und das Abrechnen von Diensten (Billing) erheblich komplizierter. Bei Daidalos sind zudem Bluetooth, Ethernet und DVB-T (Digital Video Broadcasting – Terrestrial, Digital-TV über Antenne) als Zugangsverfahren vorgesehen. | |
| Daidalos nutzt nach Angaben von Pascotto die Ergebnisse des EU-Forschungsprojekts Moby Dick (Mobility and Differentiated Services in a Future IP Network). Ein weiterer Eckstein ist Mobile IP, also die Version des IPv6-Protokolls, die für den mobilen Einsatz konzipiert wurde. | |
| Das Projekt hat eine Laufzeit von 30 Monaten und wird von der Europäischen Union mit rund 15 Millionen Euro gefördert. Zu den Forschungseinrichtungen und Firmen aus Deutschland, die an Daidalos teilnehmen, zählen die Fraunhofer-Gesellschaft, T-Systems, Siemens, BMW, die Universitäten Stuttgart, Ulm und Brunswick sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). | |
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